Die AGRA

Die AGRA ist eine Landwirtschaftsausstellung und fand in der ehemaligen DDR in Leipzig Markkleeberg statt. Hier stellten die Hersteller ihre Landmaschinen und verschiedene Arbeitsmittel vor, welche in der Landwirtschaft notwendig waren. Für die Staatsregierung war es ein passender Anlass, um mit ihrer Propaganda die Vorzüge der sozialistischen Landwirtschaft hervorzuheben und die Überlegenheit zur BRD zu demonstrieren. Es gab tatsächlich Produkte, welche das Fachpublikum als eine neue Weiterentwicklung sahen und die Hersteller waren verschiedene Firmen in der DDR. Mit den ausländischen Geschäftsleuten wurden Verträge zum Kauf von Erntemaschinen angeschlossen, welche auch pünktlich geliefert wurden. Die Regierung der DDR nahm auf diesem Weg harte Devisen ein. Das Problem war, diese Maschinen waren nicht auf den Feldern der DDR zu sehen, denn die einheimischen Bauern mussten mit Produkten der zweiten Wahl arbeiten. Ein weiteres Problem waren die fehlenden Ersatzteile und die Bauern mussten improvisieren, um ihre Arbeitsmaschinen am Laufen zu halten. Besonders bei der Aussaat und in der Erntezeit war die eigene Kreativität gefragt. Im westlichen Teil von Deutschland hatten die Bauer keine Ahnung von den Problemen in der DDR. Die Menschen in Westdeutschland glaubten, dass die Arbeitsbedingungen ähnlich gelagert sind. Heute wird das Gelände auch für andere Veranstaltungen genutzt. So wird in regelmäßigen Abständen ein Trödelmarkt durchgeführt. Am Wochenende zu Pfingsten kommt es hier zum Wave-Gotik-Treffen, wo die Besucher aus Deutschland und dem Ausland anreisen. Die Fangemeinde lässt es sich nicht nehmen, ausgelassen zu feiern. In regelmäßigen Abständen wird auf dem Gelände die Agra-Landwirtschaftsausstellung in Mitteldeutschland durchgeführt, wo Besucher aus aller Welt eintreffen.